Es Weihnachtet sehr…

Dienstag, 22. Dezember 2009 - 22:43

… und deswegen gibt es heute mal einen kleinen Text, den ich sehr Schätze.
Passt ganz gut zu Weihnachten wie ich finde.

Auch wenn ich nicht denke das man sein letztes Hemd opfern sollte… ;-)
in der ein oder anderen Form sollte man doch hin und wieder an diese Geschichte denken

Die Sterntaler
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben,
und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen,
und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr
als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das
ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm.
Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf
den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann,
der sprach »ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungerig.« Es reichte
ihm das ganze Stückchen Brot und sagte »Gott segne dirs,« und ging
weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach »es friert mich
so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken
kann.« Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine
Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen
und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um
ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in
einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins
und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte
»es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd
weggeben,« und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal
die Sterne vom Himmel, und waren lauter harte blanke Taler:
und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an,
und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein
und war reich für sein Lebtag.

Quelle: Gebrüder Grimm

Und hier auf der Seite gibt es bei “…&me” neue Fotos zu bewundern.

Senf dazu geben: